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Radtraining und Radurlaub in Deutschland und Europa
Studien
zum Aktivtourismus:
Wer radelt, wer wandert?
Köln,
06. April 2011. Rad- und Wandertouristen sind die wichtigsten
Zielgruppen im Aktivtourismus in Deutschland. Doch welche Menschen
unternehmen solche Urlaube? Welche Eigenarten, Verhaltensweisen und
Erwartungen zeichnen sie aus? Wie informieren sie sich über
ihr Reiseziel und wo buchen sie ihren Urlaub?
Die Marktstudien „Radreisen der Deutschen“ und
„Wandern in Deutschland“ des Kölner
Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Trendscope zeigen, dass
unter beiden Gruppen von Aktivtouristen insbesondere die
höheren Altersgruppen stark vertreten sind. Dabei sind die
Wanderer im Durchschnitt etwas jünger als die Radfahrer:
Während das Durchschnittsalter der Radurlauber bei etwa 51
Jahren liegt, sind die Wanderurlauber mit etwa 48 Jahren im
Durchschnitt rund drei Jahre jünger.
Immerhin 18 Prozent der Wanderurlauber sind bereits jetzt
älter als 65 Jahre, bei den Radurlaubern fällt dieser
Anteil mit 13 Prozent geringer aus. Aufgrund des demographischen
Wandels und sich verändernden Lebensstils ist zudem mit einem
weiteren Bedeutungsgewinn dieser Gruppe zu rechnen. Für junge
Menschen unter 26 Jahren spielen diese Urlaubsformen bisher eine
untergeordnete Rolle.
Die große Mehrheit beider Gruppen fährt mit dem Auto
zum Ausgangspunkt ihrer Tour. Die Bedeutung der übrigen
Verkehrsmittel fällt gerade bei den Wanderurlaubern sehr
gering aus, bei den Radurlaubern erfreut sich die Bahn als
Verkehrsmittel noch einer nennenswerten Beliebtheit. Dies ist besonders
erstaunlich, da die Deutsche Bahn die Mitnahme von Fahrrädern
wenig unterstützt und diese beispielsweise im ICE nach wie vor
gar nicht möglich ist.
Nur 11 Prozent der Wanderungen ohne Übernachtungen
(Tageswanderer) starten von zu Hause aus, ganz im Gegensatz zu den
Radlern ohne Übernachtungen (Radausflügler): Hier
starten knapp 70 Prozent gleich vom Wohnort. Von den Radurlaubern
(mindestens eine Übernachtung) beginnt immerhin etwa ein
Drittel die Radtour gleich in der Heimat.
Individualität
ist Trumpf
Neben dem jeweiligen Hauptmotiv ihres Urlaubs vertreiben sich sowohl
Rad- als auch Wanderurlauber gerne die Zeit mit zusätzlichen
Aktivitäten. Dabei steht bei beiden Gruppen Schwimmen hoch im
Kurs. Besonders die Radurlauber unternehmen zudem gerne kulturelle
Aktivitäten wie Besichtigungen von
Sehenswürdigkeiten. Wanderurlauber fahren zusätzlich
auch gerne Fahrrad, Museumsbesuche sorgen bei ihnen für
Abwechslung. Knapp jeder Vierte Wanderurlauber legt zudem Wert auf
Entspannung durch Wellness-Angebote und damit ein höherer
Anteil als unter den Radurlaubern.
Etwa die Hälfte der Radurlauber und 62% der Wanderurlauber
buchen ihre Unterkunft bereits vor Reisebeginn, davon reservieren die
meisten direkt beim Beherbergungsbetrieb. „Wir sehen in
unseren Studien immer wieder, dass besonders Rad- und Wandertouristen
ihren Urlaub sehr individuell planen und großen Wert auf eine
flexible Urlaubsgestaltung legen“, kommentiert Oliver
Brimmers, Studienleiter der Trendscope-Marktstudie „Radreisen
der Deutschen“.
Von Mai bis September 2010 befragte Trendscope für die
repräsentative Marktstudie „Radreisen der Deutschen
2010“ rund 2.200 Radurlauber an deutschlandweit über
30 Befragungsstandorten. Die Studie bildet die Fortsetzung der
erfolgreichen ersten Ausgabe aus dem Jahre 2008. Für die
repräsentative Marktstudie „Wandern in Deutschland
2009“ wurden zwischen April und Oktober 2009 über
2.300 Wanderer an über 100 Standorten in Wanderregionen in
ganz Deutschland befragt. Auch diese Studie wird in Zukunft
fortgeführt.
Weitere Informationen zu beiden Studie finden Sie unter
www.trendscope.com.